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Nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit und versuchen
Sie, sich ein Leben ohne elektrischen Strom vorzustellen: Kein Fernsehen
mehr und kein Radio, keine Beleuchtung und keine Haushaltsgeräte.
Für viele Leute würde das auch das Ende von Transportmitteln,
Heizung und Kochmöglichkeiten bedeuten und sie hätten
ganz schnell kein Einkommen mehr.
In einigen Jahren wird es sicher genauso schwierig
sein, ohne intellegente Maschinen zu leben wie heute ohne elektrischen
Strom. Diese Aussicht ist keine Träumerei, sondern wird schon
in nächster Zukunft eine Realität sein: die Wissenschaft
ist schneller als die Phantasie! Schon heute schlägt eine Maschine
den Schachweltmeister. Gesellschaftsroboter leisten älteren
alleinstehenden Menschen Gesellschaft und gehen ihnen bei den täglichen
Aufgaben zur Hand. Schon heute werden Automaten, die sich an neue
Umweltbedingungen anpassen können, zu Forschungsaufgaben in
den Weltraum geschickt. Dank der raschen Fortschritte der kognitiven
Wissenschaften und der künstlichen Intellegenz ist es heutzutage
möglich, Systeme (Soft- und Hardware) zu entwickeln, die zu
den höchsten menschlichen Leistungen der Auffassungsfähigkeit,
der Sprache und dem abstrakten Denken, fähig sind. Das Fernziel
besteht in der Schaffung eines Bewusstseins.
Diese technische Entwicklung ist keine verrückte
Idee von lebensfernen Wissenschaftlern, die nie aus ihren Labors
herauskommen. Sie wird durch die Entwicklung unserer Gesellschaften
zu Informationsgesellschaften nötig und unabwendbar gemacht.
Sowohl in den Routinemomenten des Alltagslebens als auch in den
komplexen Programmen der wissenschaftlichen Forschung stehen wir
einer wahren Lawine von Informationen und Daten gegenüber.
Angebot und Nachfrage an Daten wachsen ständig, aber es fehlen
immer öfter die sogenannten Zwischenstufen: Systeme, die die
Informationen memorisieren, assoziieren, interpretieren und teilen
können. Mit einem Wort, Denkfähige Maschinen", den
Rechenmaschinen" früherer Zeiten vergleichbar.
Um eine Ahnung von der Zukunft dieses Sektors zu bekommen,
muss man nur schauen, was unsere Nachbarn machen. In den Vereinigten
Staaten und in Japan investieren Staat, Universitäten und Unternehmen
massiv in die Forschung und die Entwicklung der künstlichen
Intelligenz und der kognitiven Wissenschaften. In Europa dagegen
tut sich nicht viel, obwohl es auf unserem Kontinent durchaus nicht
an Talenten mangelt: unsere Forscher gehören, was die theoretische
Forschung in den Bereichen Zellularautomaten, autokatalytische und
neuromimetische Netze, genetische Algorythmen und adaptive Multi-Agenten
Systeme betrifft, zu den Besten. Aber ihre brillanten Arbeiten werden
oft nicht richtig genutzt.
Was ganz offensichtlich fehlt, ist der politische Wille
und Unterstützung durch die Wirtschaft: die Ideen sind da,
aber die Projekte müssen warten. Diese Neuentwicklungen sind
jedoch nicht nur eine Frage der Finanzmittel, es geht auch um Mut
und Langatmigkeit, Qualitäten, die es den Menschen die Genomentschlüsselung
und den Flug zum Mond ermöglicht haben. Derartige Projekte
liegen im Interesse der Menschheit und obwohl sie natürlich
auch positive Auswirkungen auf die Privatindustrie haben können
und werden, können sie ausschliesslich über eine öffentliche
Finanzierung zu einer Realität werden.
Es gibt ein einfaches Mittel, um alle dahingehenden
Anstrengungen zu bündeln: die Europäische Union müsste
in ihren Rahmenprogrammen zur Forschung und Entwicklung (2003-2008)ein
"Intelligente Maschinen" Programm auflegen. Dieses Programm hätte
ein klares Budget und stände unter der Aufsicht eines aus Forschern,
Politikern und Vertretern der Zivilgesellschaft zusammengesetzten
Orientierungsrates, der darüber wacht, dass die zweifache Zielsetzung
des Projekts, Wissenschaft und Pädagogik, eingehalten wird.
Der Auftrag der in das Projekt eingebundenen Forscher bestünde
darin, ein System künstlicher Intelligenz zu entwickeln, dessen
Interaktivität der des menschlichen Bewusstseins so ähnlich
wie möglich ist. Die Zivilgesellschaft würde den europäischen
Völkern die Neuentwicklungen und Forschungsergebnisse auf interaktive
und spielerische Weise nahe bringen, mit Wanderausstellungen, Robotik-Meisterschaften
für Amateure, Phantasiewettbewerbe für Kinder und Kolloquien
der Kognitionswissenschaften zum Herausfinden der sozialen Bedürfnisse.
Das Projekt "Denkfähige Maschinen" hätte
positive Folge:
- es würde grosse wirtschaftliche, technologische und gesellschaftliche
Fortschritte nach sich ziehen;
- es würde im wichtigen Bereich der kollektiven Sicherheit
eine Stärkung unseres Kontinents darstellen;
- es würde uns erlauben, mit unseren grossen internationalen
Partner gleichberechtigt zu verhandeln;
- es würde die Phantasie der jungen Leuten beflügeln und
sie an die Forschung heranführen;
- es wäre ein Mittel zur Verstärkung der Kooperation und
der Freundschaftsbande zwischen den Völkern Europas.
Die Europäische Union ist dazu da, Wohlstand,
Frieden, Sicherheit und Unabhängigkeit ihrer Bürger zu
garantieren. Wir sind der Meinung, dass dieses Bekenntnis nun in
Taten und diese Versprechen in Initiativen umgesetzt werden müssen
und wir fordern sie deshalb auf, der Zukunft eine Chance zu geben
und im Jahre 2003 das Programm "Denkfähige Maschinen" aufzulegen.
Nota : Diese Petition wird
an Politiker in Frankreich und Europa sowie an die grossen Medien
gerichtet. Übersetzungen in die englische, deutsche und spanische
Sprache werden jederzeit gerne angenommen!
Die ersten Unterschriften wurden geleistet
von :
Jean-Paul BAQUIAST
Rédacteurs en chef de automatesintelligents.com - France.
Stéphane BARBIER
Professeur-Agrégé de philosophie - France.
Alain CARDON
Directeur du laboratoire informatique de l'Université du
Havre et membre du LIP6 (Paris VI - Auteur de "Conscience artificielle
et systèmes adaptatifs" ed. Eyrolles, Paris 1999.- France.
Sébastien CAQUARD
Doctorant en géographie - Université J. Monnet - Saint
Etienne - France.
Edouard CORBIN
Délégué général de la Société
internationale d'évolutique - France.
Dan CRISTEA
Maitre de Conférences, Ph.D., doyen de la Faculté
d'Informatique, Université "Al.I.Cuza" Iasi, Roumanie
André DUPUIS
Responsable Informatique - IUFM Bourgogne - France
Patrick ESQUIROL
Maître de conférences à l'INSA de Toulouse (enseignant
en Algorithmique&Programmation, Intelligence Artificielle, Programmation
logique) et Chercheur au LAAS-CNRS de Toulouse - France.
Christophe JACQUEMIN
Rédacteur en chef de Automatesintelligents.com - France.
Frédéric MALAVAL
Professeur-associé au Département des Sciences de
la terre et de l'Environnement de l'Université de Cergy-Pontoise
- France.
Youssef MACHROUH
Doctorant au LIMSI-CNRS - spécialité : vision par
machine et intelligence artificielle - France.
Charles MÜLLER
Journaliste scientifique - Dossier BioSciences - France.
Benoit MORISSET
Ingénieur doctorant au laboratoire d'analyse et d'architecture
des systèmes du CNRS (LAAS-CNRS TOULOUSE) au sein du groupe
Robotique et Intelligence Artificielle (RIA) - France.
Camille ROUX
Maître de conférences - Biologie moléculaire
vegétale,
Laboratoire BMAS - Université Paris12/ Val de Marne -Créteil
- France.
Guy THERAULAZ
Chargé de Recherches CNRS, Laboratoire d'Ethologie et Cognition
Animale
Universite Paul Sabatier de Toulouse - France.